Kommunale Wärmeplanung: vom fertigen Plan zum umsetzbaren Wärmekonzept
Die Veröffentlichung des Wärmeplans ist der Anfang, nicht das Ergebnis. Für jedes ausgewiesene Versorgungsgebiet muss jemand rechnen, welche Quellen, welches Netz und welche Kosten dahinterstehen. Sympheny ist für genau diesen Schritt gebaut: Wärmequellen, Netzvarianten und Kosten je Gebiet in einem Modell vergleichen.
Wärmeplanung ist Pflicht. Die Umsetzung ist die eigentliche Aufgabe.
Das Wärmeplanungsgesetz (WPG) gilt seit Januar 2024. Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern mussten ihren Wärmeplan bis zum 30. Juni 2026 vorlegen, alle übrigen Kommunen haben bis zum 30. Juni 2028 Zeit. Gemeinden unter 10.000 Einwohnern können ein vereinfachtes Verfahren nutzen oder sich mit Nachbargemeinden zusammenschließen.
Der Wärmeplan teilt das Gemeindegebiet in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete ein: Wärmenetz, Wasserstoffnetz oder dezentrale Versorgung. Diese Einteilung ist eine strategische Orientierung, keine Investitionsentscheidung. Welche Quellen ein Netz speisen, wie das Netz geschnitten wird und was es kostet, ist damit noch nicht beantwortet.
Wie Sympheny Wärmenetze im Detail abbildet, zeigt die Seite Software für Wärmenetzplanung und Fernwärme.
Jedes Versorgungsgebiet als vollständiges Energiemodell
Sympheny bildet ein Gebiet als Multi-Energiesystem ab: Wärme, Strom, Kälte und Speicher in einem Modell. Die Optimierung vergleicht 50.000+ Technologiekombinationen und liefert die Varianten, die technisch funktionieren und wirtschaftlich tragen.
Wärmequellen vergleichen
Abwärme, Flusswasser, Geothermie, Großwärmepumpen, Biomasse: alle Quellenoptionen eines Gebiets in derselben Optimierung, nicht in getrennten Studien.
Netz oder dezentral
Die Kernfrage jedes Gebiets direkt beantworten: zentrale Netzversorgung gegen dezentrale Lösungen, mit Kosten und Emissionen je Variante.
Kosten und CO2 als Pareto-Front
Statt einer einzigen Empfehlung zeigt das Ergebnis den Zielkonflikt zwischen Lebenszykluskosten und Emissionen, Punkt für Punkt nachvollziehbar.
Sensitivitäten automatisch
Energiepreise, Zinsen, Anschlussquoten: prüfen, wie stabil eine Empfehlung bleibt, wenn sich Annahmen ändern. Das gibt Sicherheit vor Gremien.
Ausbaustufen modellieren
Netzausbau in Phasen abbilden: was zuerst gebaut wird, was später folgt und wie sich die Wirtschaftlichkeit über die Stufen entwickelt.
Präsentationsreife Ergebnisse
Sankey-Diagramme, Investitions- und Kapazitätsübersichten direkt aus der Plattform, mit Excel-Export der zugrunde liegenden Daten.
Die Optimierung basiert auf MILP-Optimierung, dem Standardverfahren für die Auslegung komplexer Energiesysteme.
Häufig gestellte Fragen
Welche Fristen gelten nach dem Wärmeplanungsgesetz?
Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern mussten ihren Wärmeplan bis zum 30. Juni 2026 vorlegen, alle übrigen bis zum 30. Juni 2028 (Stichtag für die Einwohnerzahl: 1. Januar 2024). Für Gemeinden unter 10.000 Einwohnern sind vereinfachte Verfahren möglich.
Was passiert, nachdem ein Wärmeplan veröffentlicht ist?
Der Plan weist voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete aus, entfaltet für sich genommen aber keine unmittelbare Außenwirkung. Bevor gebaut wird, braucht jedes Gebiet eine Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung: welche Quellen, welches Netz, welche Kosten. Diese Arbeit beginnt nach der Veröffentlichung.
Erstellt Sympheny den Wärmeplan selbst?
Nein. Für die Bestands- und Potenzialanalyse der Wärmeplanung gibt es etablierte GIS-Werkzeuge. Sympheny setzt danach an: bei der Bewertung einzelner Gebiete und der Entscheidung zwischen Versorgungsvarianten.
Für wen ist Sympheny in der kommunalen Wärmeplanung gedacht?
Für Ingenieurbüros, die Kommunen bei der Umsetzung begleiten, für Stadtwerke, die Netze planen und ausbauen, und für Kommunen, die Konzepte beauftragen und beurteilen müssen.
Wie schnell liefert Sympheny Ergebnisse?
Ein erstes Gebietsmodell steht in Stunden, nicht Wochen. Wie schnell daraus ein belastbares Konzept wird, hängt von der Datenlage ab; die Optimierung selbst vergleicht 50.000+ Technologiekombinationen je Lauf.
Sehen Sie Sympheny an einem Gebiet aus Ihrem Wärmeplan
Bringen Sie ein ausgewiesenes Versorgungsgebiet mit: In einer 30-minütigen Demo bauen wir die Fragestellung live nach. Oder testen Sie die Plattform zwei Wochen kostenlos.